Neue Köderform



Ich sammele gerade meine ersten Erfahrungen mit einer neuen Köderform. Sie gibt es bis dato nicht im Handel zu kaufen. Sonst wäre sie ja auch nicht mehr so interessant. Wie sie genau aussieht, möchte ich jetzt noch nicht verraten. Das wäre in meinen Augen einfach noch zu früh. Habe ich doch gerade erst das vierte Testfischen hinter mir. Quasi als Zwischenbericht möchte ich hier schon mal ein wenig über Köderformen, im speziellen über Formen, die den Fischen unbekannt sind, schreiben.

Ist die Form wirklich so ausschlaggebend? Oder ist alles nur ein Mytos, ausgedacht von unfähigen Karpfenanglern? Irgenndwie muss man die ganzen geblankten Nächte ja rechtfertigen. Damit ihr dazu eure eigene Meinung bilden könnt (wenn ihr die nicht schon längst habt) folgen jetzt ein paar Anregungen in Form meiner letzten Nächte am Wasser:

Die erste Nacht:

Meine Wenigkeit

Zur Kontrolle (Kollege)

2 Tage vorgefüttert

2 Tage vorgefüttert

2 Ruten, neue Köderform

2 Ruten, Boilie

Bisse: 4

Bisse: 0

Gefangene Fische: 4

Gefangene Fische: 0

Auswertung:

Wir haben direkt nebeneinander geangelt, in der gleichen Wassertiefe, mit ähnlichen Vorfächern. Die Geschmacksrichtungen der Köder waren unterschiedlich, aber beide bewährt.

 

Ich freu mich über einen Fisch, den ich noch nie gefangen habe.

Nacht Nummer zwei:

Ich

Zur Kontrolle (Kollege)

2 Tage vorgefüttert

2 Tage vorgefüttert

2 Ruten, neue Köderform

1 Rute (Jungangler), Boilie

Bisse: 6

Bisse: 0

Gefangene Fische: 4

Gefangene Fische: 0

Auswertung:

Die Kontrolle hat hier nur eine geringere Aussagekraft. Zwar wurde ungefähr der gleiche Spot befischt, aber nur mit einer Rute. Zudem war die Montage am Morgen vertötzelt. Nicht ganz ausser Gefecht gesetzt, aber nicht optimal. Ich habe zwei Brassen verloren. Die Köder waren vermutlich zu groß.

Nacht Nummer drei:

Wieder ich

Zur Kontrolle (2 Kollegen)

3 Tage vorgefüttert

3 Tage vorgefüttert

2 Ruten, neue Köderform

3 Ruten (2+1), Boilie

Bisse: 5

Bisse: 0

Gefangene Fische: 5

Gefangene Fische: 0

Auswertung:

Es wurden drei verschiedene Stellen befischt und die Geschmacksrichtungen der Köder war unterschiedlich. Sonst waren die Montagen ähnlich.

 

Auch dieser Fisch war mir noch nicht bekannt.

Nacht Nummer vier:

Zum letzten Mal ich

Keine Kontrolle

2 Tage vorgefüttert


2 Ruten, neue Köderform


Bisse: 6


Gefangene Fische: 5


Auswertung:

Da an diesem Gewässer nur schwierig eine Chancengleichheit zu erzielen war (kleiner Fluss), blieb ich alleine. Ich habe leider einen Karpfen durch Schnurbruch verloren. Das bleibt aber unter uns! Trotzdem lag die Menge der Bisse deutlich über dem hier üblichen Durchschnitt.

Für mich gibt es bis jetzt nur ein klares Urteil, was die neue Köderform angeht. Daumen hoch! Macht euch nicht die Mühe und zerbrecht euch den Kopf wie denn jetzt genau diese Köderform aussieht. Entwickelt eure eigenen Vaianten. Wenn ihr etwas habt, was die anderen nicht haben, garantiere ich euch, ihr werdet mehr fangen. Also vielleicht lieber mal den Eimerdeckel geschlossen halten. Gucken verboten!

Natürlich müssen nach wie vor die kritischen Geschmacksknospen der Schuppenträger überzeugt werden. Der entscheidene Punkt bei einer neuen Form ist, dass beim Karpfen keine Alarmglocken aufläuten: "Vorsichtig fressen! Vorsichtig fressen! Vors...!" Wer Bedenken hat, dass ein Karpfen eine fremde Form verschmäht, der sollte sich zwei Dinge bewußt machen. Erstens, ein Karpfen ist von Natur aus neugierig. Und zweitens, er findet alles was fressbar ist. Entscheidet er dann allerdings, dass die Inhaltsstoffe ihm nicht zusagen, kann uns selbst die außergewöhnlichste Form nicht weiterhelfen.

Lars Müller